Wolfsburg aktuell

informativ – kritisch – unabhängig

Tag für gleiche Bezahlung – Equal Pay Day

Your ads will be inserted here by

Easy Ads.

Please go to the plugin admin page to set up your ad code.

Entgeltelücke zwischen Frauen und Männern beträgt 22 Prozent

Weltweit erhalten Frauen deutlich weniger als Männer für ihre Arbeit. Aus immer den gleichen Gründen, die mit dem Wert der Arbeit nichts zu tun haben. Seit Jahren macht der Equal Pay Day offiziell darauf aufmerksam, aber Veränderungen sind nur sehr langsam spürbar. Die sogenannte Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland beträgt 2016 noch immer rund 22 Prozent So gehören zum Beispiel Erziehungs- und Pflegeberufe eigentlich zu den zukunftsorientierten Berufen – gemessen am Bedarf einer alternden Gesellschaft, der „Generation Vereinbarkeit“ und an den vielen anderen sozialen Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Regelmäßig ist aber vom „Pflegenotstand“ oder „Erziehungskräftemangel“ die Rede. Woran liegt diese scheinbare mangelnde Attraktivität in den Sozial- und Erziehungsberufen?

 

Sicher, die Anforderungen sind hoch und die Ausbildungszeiten zum Teil sehr lang. Aber viele, die als Pflegekraft oder in Krippen oder Kindergärten arbeiten, tun dies mit großem persönlichen Engagement und Zufriedenheit über die Arbeitsinhalte.

„Allerdings verwundert es kaum, dass Fachkräfte schwer zu finden sind, weil in diesen typischen Frauenberufen die Verdienste noch immer gering sind und die hohe Verantwortung, die die Tätigkeiten mit sich bringen, kaum gewürdigt wird“, erklärt Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg. „Da stellt sich die Frage, wann es endlich soweit ist, dass diese Berufe nicht nur von den Aufgaben her, sondern auch wegen ihrer Bezahlung als zukunftsorientiert zu bezeichnen sind. So dass sie die Existenz der dort Tätigen endlich sichern können! Noch passt das leider nicht zusammen!“ Vor diesem Hintergrund macht der Equal Pay Day 2016 unter dem Motto „Was ist meine Arbeit wert?“ mit dem Schwerpunktthema Berufe mit Zukunft auf diese Problematik aufmerksam. Die gesellschaftliche Wertschätzung gegenüber sozialen Dienstleistungen muss gesteigert werden und sich in der Bezahlung widerspiegeln.

Your ads will be inserted here by

Easy Ads.

Please go to the plugin admin page to set up your ad code.

Es ist an der Zeit, dass in allen Berufen und Branchen ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis Einzug hält. Nur mit der gesellschaftlichen und finanziellen Aufwertung von sog. frauentypischen Berufen wird künftig die Berufswahl bei jungen Menschen frei von Rollenbildern erfolgen und die Barrieren bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere abgebaut werden können. Nur so ist auch künftig gesichert, dass ausreichend Fachkräften für die unterschiedlichsten Aufgaben zur Verfügung stehen und wir eine zukunftsfähige Wirtschaft  in unserem Land erhalten. Und nur so werden irgendwann Mütter in Führung, Väter in Teilzeit, Frauen in MINT-Berufen, Männer in Kitas und „gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ Normalität sein.

Die Aufwertung frauentypischer Berufe ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Beseitigung der Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern und damit zu mehr Lohngerechtigkeit. Aber auch transparente Vergütungsstrukturen und konkrete Instrumente, die Unternehmen und Arbeitnehmenden ermöglichen, Entgeltdiskriminierung zu entdecken und zu beseitigen, müssen endlich Einzug in den beruflichen Alltag halten. Equal Pay ist kein Frauenthema, sondern ein Gewinn für alle.

Hintergrund zum Equal Pay Day:

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 22 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 79 Tage, die Frauen zum Jahresanfang umsonst arbeiten müssen: 21,6 Prozent von 365 Tagen = 79 Tage. Der nächste Equal Pay Day findet am Sonnabend, 19. März, statt.

Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt. Inzwischen findet der Equal Pay Day in über 20 europäischen Ländern statt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit längst zum Symbol des Equal Pay Day wurden.

Weitere Informationen, Pressebilder und Videos unter www.equalpayday.de

Your ads will be inserted here by

Easy Ads.

Please go to the plugin admin page to set up your ad code.

Kommentare sind deaktiviert.